
Titel: Ein Lesegenuss! Einfach wunderbar!
Ein Mann, den das Altwerden herausfordert
Bereits der ästhetische Buchumschlag mit dem großartigen Tittel "Fünf, sechs, sieben, acht" von Ewald Arenz verrät, dass es sich hiermit um eine edle, sanfte, nachdenkliche und beflügelnde Geschichte handelt. Und genauso war es auch.
Es war eine großartige Geschichte über einen Mann, dem das Alter plötzlich vors Auge springt und ihn erschreckt!
Er kann es nicht akzeptieren, jetzt, wo er doch ganz oben ist und auf seinen Erfahrungsschatz blickt und auf diesen so stolz ist, dass man ihm den Vertrag nicht verlängert. Weil er ALT ist!, lautet die Begründung. Der Boden wird ihm unter den Füssen weggenommen, als er im selben Zug erfährt, dass seine Tochter seinen Posten übernimmt! Er akzeptiert sein Alt-Sein nicht, er ist wütend auf seine Umgebung und seine Tochter. Glaubt, all diese Menschen würden ihn nicht verstehen! Doch dieser Schock wird mit seiner Vergangenheit verwoben. Und diese Mischung, mag sie noch so hart sein, hilft ihm, eine neue Sicht auf dieses Thema zu bekommen - er lernt zu akzeptieren, ohne Bitterkeit zu empfinden und gewinnt seine Tochter wieder.
Mit dem 60-jährigen Anton konnte man sich sofort identifizieren. Und man muss nicht unbedingt ein Mann oder jung sein. Ab dem ersten Satz war man in seinem Leben. Er, ein Tänzer, Vater, ein Suchender, Lehrer - genauso wie - fröhlich, wütend, zornig, verletzt und einsichtig. Alles war mit dabei.
Der Schreibstil war lebendig, poetisch, humorvoll und nachdenklich zugleich. Jeden Satz verschlang ich. Es war mein erstes Buch des Autors. Ich bin begeistert!