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Buch des Monats: Belletristik

Die Mitternachtsreise

Die Mitternachtsreise ist ein warmherziger, nachdenklicher Roman über Erinnerungen, verpasste Chancen und die Frage, welche Momente im Leben wirklich zählen. Matt Haig erzählt gewohnt zugänglich und berührend, ohne dabei ins Schwere abzugleiten. Die Geschichte verbindet leise Magie mit existenziellen Fragen und eignet sich besonders für Leserinnen und Leser, die emotionale, hoffnungsvolle Literatur mögen.

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Buch des Monats: Ratgeber/Sachbuch

NEIN SAGEN

„Nein sagen“ ist ein schmales, aber eindringliches Buch über Haltung, Verantwortung und Zivilcourage. Ausgehend vom Widerstand des 20. Juli 1944 und der Geschichte seiner Eltern Willy und Rut Brandt schlägt Brandt eine klare Brücke in die Gegenwart: Demokratie braucht Menschen, die nicht schweigen, wenn ihre Grundlagen angegriffen werden. Der Ton bleibt ruhig und unaufdringlich, gerade deshalb wirkt der Text glaubwürdig. Kein lautes Pamphlet, sondern ein nachdenklicher Appell.

Leserunde: Die Tränen des Sonnengottes - Der Bronzehimmel
  • Bewerbungen: 4
  • Exemplare: 5

Die Bewerbungsphase für die Leserunde »Die Tränen des Sonnengottes - Der Bronzehimmel« läuft. Die Gewinner der Verlosung erhalten ein kostenfreies Printexemplar. Es stehen insgesamt 5 Bücher zur Verfügung.

Moderiert wird die Leserunde von Robert Steinhauser

Blogbeitrag: Braut der Sternenkrone: Band 5

Nicole liest: »Was hier wieder so alles passiert, was hier noch so alles ans Licht gekommen ist... Eigentlich dachte ich jetzt wirklich, es kann nicht noch mehr herauskommen, doch wieder einmal habe ich mich total geirrt.«

5/5

... im Web am besten bewertet

4.2Cover: Juli Gold - Wächterin der Zeit
4.6Cover: Staged. Play it off
4.7Cover: Der Palast im Regen
4.8Cover: Überreizt
4.5Cover: Echo aus dem Eis
4.1Cover: Kopfstand des Lebens - Ein Yoga-Roman
5.0Cover: Grab der Liebe
5.0Cover: Klotz rein oder Kotz raus
4.5Cover: Lebe deine Träume - Geschichten über Freundschaft, Mut und das wahre Leben
5.0Cover: Astronomie in 30 Sekunden
Titel: Salute - Das letzte Foto
Titel: Der vierte Teil der Gardasee-Krimireihe - mit Urlaubsgefühl
Auch beim vierten Band der Reihe erkennt man bereits am Cover, um welche Details es sich in diesem Band handelt. Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht. Ich bin der Meinung, dass man die Bände unabhängig voneinander lesen kann, empfehle aber auf jeden Fall die Vorgänger.

In diesem Band wird der Fotograf Domenico Spina tot auf einem Felsvorsprung des Rocca di Garda entdeckt. Lanza übernimmt die Ermittlungen und gemeinsam mit seinem Team verfolgen sie die ersten Spuren. Verdächtige gibt es einige, zum Beispiel die Menschen, die Foto-Spot publik gemacht haben, das hat Spina überhaupt nicht gefallen. Er wollte natürliche Landschaften ohne Touristen aufnehmen. Natürlich bringt sich auch wieder der Barista und Ex-Kommissar Paul Zeitler mit ein. Hatte Spina jemanden vor seiner Linse, der das partout nicht wollte? Oder liegt das Motiv des Mörders ganz woanders?

Dieser Fall war einfach nur packend und fesselnd. Ich möchte die Dialoge zwischen Lanza und Zeitler wieder sehr. Beide sind sehr unterschiedliche und doch unterstützen sie sich gegenseitig. Auch der Charakter Emma Spina war sehr abwechslungsreich. Die Handlung hatte eine sehr interessante Dynamik. Die Auflösung war für mich stimmig und überraschend. Ich hatte viele schöne Lesestunden und empfehle das Buch weiter.
Titel: Dinghai Fusheng Records. Buch 2
Titel: Eine epische Story! ✨
Der zweite Band der Danmei-Reihe „Dinghai Fusheng Records“ ist ein wahres Meisterwerk, das mich tief berührt und mitgerissen hat. Wo der erste Band noch behutsam die Türen zu einer faszinierenden Welt öffnet, entfacht dieser zweite Teil ein Feuerwerk an Emotionen!

Wir tauchen ein in die Vergangenheit der Protagonisten Xiang Shu und Chen Xing, deren Schicksale so schmerzhaft wie schön miteinander verwoben sind. Ergänzt wird diese epische Erzählung durch die geheimnisvollen Gottheiten und mystischen Wesen, die der Story eine magische Tiefe verleihen!

Xiang Shu und Chen Xing sind tiefgründige und vielschichtige Charaktere , die um Schutz, Liebe und Verantwortung kämpfen. Besonders faszinierend ist ihr unerschütterlicher Wunsch, andere zu beschützen, selbst wenn die Welt um sie herum im Chaos versinkt. Die Tragik ihrer inneren Kämpfe zwischen Pflicht, Verantwortung und Sehnsucht lässt mich beim Lesen kaum los.

Spoilerwarnung: Im Zentrum steht Xiang Shus Zerreißprobe zwischen seiner Rolle als großer Chanyu und seiner Aufgabe als Schutzpatron und somit als Kriegsgott! Währenddessen kämpft Chen Xing als Heiler voller Hingabe für das Wohl der Menschen, doch seine eigene Zeit rinnt unaufhaltsam davon. Diese Spannung brachte mich zum Mitfiebern und berührt mich zutiefst.

Fasziniert bin ich auch von Xiao Shan, ein geheimnisvoller Junge mit göttlicher Kraft und einem treuen Wolfsrudel. In der Obhut von Xiang Shu und Chen Xing erleben wir humorvolle und berührende Momente der Elternschaft, die dem Danmei-Genre eine liebevolle und menschliche Facette hinzufügen.

Die Kämpfe sind ein atemberaubender Tanz aus Strategie und roher Gewalt, gleichzeitig verschlug es mir bei den emotionalen Szenen den Atem. Jede Beschreibung drang tatsächlich tief in mein Herz und ließ mich die Schmerzen und Hoffnungen der Charaktere spüren.

Das Ende bleibt ein Funke voller Hoffnung, die beiden Helden sind bereit, sich nicht allein gegen das Unheil zu stellen. Es ist das Richtige für alle, die nach sehr tiefgründigen, leidenschaftlichen Storys suchen, zutiefst bewegend sind!
Titel: Was zum Tode führt
Titel: Bewegender Kriminalroman über ein dunkles Kapitel der Deutschen Geschichte
In diesem Kriminalroman schickt die Autorin Nicole Eick die Ermittler vom K1 der Bamberger Kriminalpolizei in ihren dritten Fall und konnte mich dabei auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Für mich war es die erste Begegnung mit den zuweilen doch etwas eigenwilligen Ermittlern und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir hier Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden fehlen würden. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als ein Hund im Bamberger Hauptsmoorwald Teile eines Skeletts aufspürt, übernehmen Alfred Meister und sein Team die Ermittlungen. Schnell wird klar, dass die Knochen zu einem Mann gehören, der ermordet wurde, doch seine Identität bleibt zunächst unklar. Ein möglicher Kandidat ist ein Mann aus Thüringen, der vor zwei Jahren von seiner Familie vermisst gemeldet wurde. Als sich die Ermittler näher mit den Hintergründen des Vermissten und seiner Familie beschäftigen, stoßen sie auf ein dunkles Kapitel der ostdeutschen Geschichte, dass diese Familie zerrissen hat. Doch liefert dieses tragische Schicksal nach all den Jahren wirklich noch ein Mordmotiv ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran. Geschickt operiert sie dabei auf unterschiedlichen Zeitebenen sowie aus wechselnden Erzählperspektiven und lässt so nach und nach das erschreckende Gesamtbild erscheinen, bevor wir am Ende eine überraschende und absolut überzeugende Auflösung präsentiert bekommen, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Neben den Ermittlungen spielt auch das durchaus turbulente Privatleben der Ermittler eine große Rolle, auch wenn der Kriminalfall dabei immer im Vordergrund steht. Dass die Autorin ausführlich zu den historischen Hintergründen der Geschichte recherchiert hat, merkt man den intensiven Beschreibungen, bei denen es einem kalt den Rücker herunterläuft, jederzeit an. So liefert das Buch neben spannender Unterhaltung auch noch einen wichtigen Beitrag zu einem dunklen Kapitel der (Ost-)Deutschen Geschichte, dass mir bislang nur wenig bekannt war.

Wer auf bewegende und atmosphärisch dichte Kriminalromane vor historischem Hintergrund steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten. Und am Ende deutet sich eine Entwicklung im Ermittlerteam an, die meine Neugierde auf die weiteren Bände noch einmal steigern konnte.
Leser: ech5/5ech
Titel: A Bookboyfriend for Summer
Titel: A Bookboyfriend for Summer
"A Bookboyfriend for Summer" ist der dritte Teil der "A Bookboyfriend for..." Reihe. Jeder Teil kann vollkommen unabhängig voneinander gelesen werden, jede Geschichte ist abgeschlossen.

Ich habe von der Autorin schon so viele Bücher gelesen und einfach nur geliebt. Doch diese Reihe hat einfach einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, obwohl... Das sage ich bei ihr wirklich öfter. Ich liebe sie einfach alle.

Ich war wieder vom ersten Satz an im Buch angekommen und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Fast hätte ich es auch in einem Rutsch geschafft. Das Setting ist so ganz anders, als ich es erwartet hatte, es ist so viel mehr. Und die Protagonisten haben mein Herz im Sturm erobert. Dieses Buch hatte einfach alles, was eine tolle Liebesgeschichte für mich haben sollte. Es hat mich emotional so gefordert, ich habe so sehr geweint, aber gleichzeitig auch ein dickes Grinsen im Gesicht gehabt. Diese Geschichte hat mir wirklich so einiges abverlangt. Und Asher... So furchtbar ich seine Geschichte auch fand, ich hätte ihn am liebsten kräftig geschüttelt. Warum frage ich mich bei ihm? Warum hat er Summer nicht vertraut? Aber es ist ja alles gut geworden. Ich habe diese Geschichte wirklich sehr geliebt und kann sie euch einfach nur ans Herz legen.

Der Schreibstil ist wieder wie ich ihn kenne und liebe, einfach wundervoll. Er ist so emotional, bildhaft und mitreißend. Ich freue mich jetzt schon auf alles, was da noch kommen wird.

Summer ist die im Moment größte Booktokerin. Jetzt könnte sie den Deal ihres Lebens bekommen, dumm ist nur, dass sie allen erzählt hat, dass sie den perfekten Bookboyfriend hat und der Deal diesen mit einbezieht. Als sie sich an eine Elite-Dating-Agentur wendet, wird ihr der perfekte Begleiter versprochen. Als die beiden sich gegenüberstehen, kann sie es nicht glauben... Asher, ihre große Liebe und der Mann, der ihr vor einem Jahr das Herz gebrochen hat, steht vor ihr...
Titel: Sommerhaus
Titel: Bildhaft und atmosphärisch erzählte Familiengeschichte
Vic Kemp verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Malen von Bilder, und das nicht schlecht. Seine vier Kinder verehren ihn und seine Kunst. Ihre Mutter starb kurz nach der Geburt der jüngsten Tochter, so dass Vic sie alleine groß bekommen musste, was mit Hilfe von unzähligen Au-pairs auch gelungen ist.

76 jährig verliebt sich Vic Hals über Kopf in die 27jährige Bella-Mae. Seine Kinder sind entsetzt. Dann erhalten sie erst aus Italien, wo Vic ein Sommerhaus besitzt, die Nachricht, dass er und Bella-Mae geheiratet haben, und nur wenige Wochen später, dass Vic gestorben ist.

Da ich „Miss Bensons Reise“ geliebt habe, war es für mich keine Frage, auch „Sommerhaus“ lesen zu wollen. Erzählt wird aus den Perspektiven der vier Geschwister, Netta ist die älteste, 40 Jahre alt und Anwältin, Susan ist nur ein Jahr jünger und kocht für ihr Leben gern, Gustav, den alle Goose nennen, ist der einzige Sohn, er wäre auch gerne Künstler geworden, eine Lebenskrise hat das aber verhindert. Die jüngste, Iris, 33 Jahre alt, ist eher schüchtern und hat bisher ihren Platz im Leben noch nicht gefunden. Keine:r von ihnen scheint so recht glücklich. Man erfährt aber auch Vics Lebensgeschichte, und, aber erst sehr spät, auch Bella-Maes Sicht der Dinge, die diese noch einmal in ein anderes Licht rücken.

Netta will sich mit dem Tod ihres Vaters nicht abfinden, sie sucht nach Schuldigen, womöglich wurde er sogar absichtlich in den Tod getrieben oder sogar getötet? Natürlich ist da auch sofort Misstrauen gegenüber Bella-Mae, zumal keines der Geschwister sie vor Vics Tod überhaupt kennengelernt hat. Nach und nach erfährt man Hintergründe, zwischen den Geschwistern entwickeln sich Risse, und Wahrheiten kommen auf den Tisch, die vorher verdrängt worden waren.

Rachel Joyce gelingt es sehr gut, ihren Charakteren Leben einzuhauchen und die Leser:innen in deren Gedankengänge und Handlungen mit einzubeziehen, mit ihnen mitzufühlen, auch wenn einem nicht alles behagt. Auch sonst hat man beim Lesen das Gefühl mittendrin zu sein, im hochsommerlichen Italien, auf der kleinen Insel im Ortasee, im Sommerhaus, aber auch im heimatlichen London, erzählt wird sehr bildhaft und atmosphärisch.

Die Hauptgeschichte spielt bereits im Jahr 2015, gegen Ende gibt es dann einen Zeitsprung ins Jahr 2025, in dem man noch einmal einen Blick auf die Geschwister werfen und sehen kann, wie sich ihre Leben verändert haben. Für mich war dieser letzte Blick unbedingt notwendig um den Roman abzurunden.

„Sommerhaus“ wird bildhaft und atmosphärisch erzählt und bringt den Leser:innen die Protagonist:innen sehr nahe. Erst nach und nach ergibt sich ein vollständiges Bild, bis dahin kann man sich selbst Gedanken darüber machen, was passiert sein könnte. Mich hat dieser Roman sehr berührt.
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