
Titel: Geschichte und Illustrationen ergänzen sich perfekt
Was macht man, wenn man als Zwölfjähriger erfährt, das man ein Nachfahre Doktor Johann Fausts ist und außerdem Fausts Notizbücher und allerhand Alchemieutensilien von seinem Großvaters erbt? Na klar, man versucht sich selbst in Alchemie und Magie.
Nachdem die Koboldkroniken beendet waren, war ich gespannt, ob Daniel Bleckmann und Thomas Hussung noch einmal etwas ähnliches auf die Beine stellen würden, und tatsächlich, hier ist er nun, der erste Band „Dunkle Künste“, passend zur Jahreszeit.
Im Mittelpunkt steht Henri Auerbach, und hier merkt vielleicht schon der eine oder andere, dass die Geschichte auch uns Erwachsenen etwas zu bieten hat, nämlich eine Reihe von Anspielungen. Henri muss sein Abenteuer zum Glück nicht alleine erleben, ihm zur Seite stehen Sahin und Charlotte, die er beide schon lange kennt, außerdem ist da noch sein Zwergpudel Jowo und Homie, über den ich hier noch nichts verraten möchte, lest es am besten selbst.
Dass seine magischen und alchemistischen Experimente auch ihre gefährlichen Seiten haben, hat Henri wahrscheinlich schon geahnt, hier erhält er nun den Beweis, und hat ziemlich damit zu tun, das wieder gerade zu bügeln. Tja, die Geister, die er rief ...
Erzählt wird wieder spannend in Tagebuchform von Daniel Bleckmann, und Thomas Hussungs Illustrationen sind erneut sehr gelungen und vielgestaltig, immerhin legt, malt und klebt man allerhand in sein Tagebuch, was hier perfekt dargestellt wird. Die abwechslungsreiche Gestaltung hält auch Kinder am Geschehen, die sonst nicht so gerne lesen und hat auch mir Spaß gemacht.,
Daniel Bleckmann und Thomas Hussung sind ein perfektes Team und Garanten für gelungene Kinderbücher, die nicht nur eine spannende Geschichte erzählen sondern auch optisch sehr gelungen sind. Empfehlenswert für Kinder ab 10 Jahre und ihre Eltern, die sicher auch Spaß am Buch haben werden.