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Buch des Monats: Belletristik

Die Mitternachtsreise

Die Mitternachtsreise ist ein warmherziger, nachdenklicher Roman über Erinnerungen, verpasste Chancen und die Frage, welche Momente im Leben wirklich zählen. Matt Haig erzählt gewohnt zugänglich und berührend, ohne dabei ins Schwere abzugleiten. Die Geschichte verbindet leise Magie mit existenziellen Fragen und eignet sich besonders für Leserinnen und Leser, die emotionale, hoffnungsvolle Literatur mögen.

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Buch des Monats: Ratgeber/Sachbuch

NEIN SAGEN

„Nein sagen“ ist ein schmales, aber eindringliches Buch über Haltung, Verantwortung und Zivilcourage. Ausgehend vom Widerstand des 20. Juli 1944 und der Geschichte seiner Eltern Willy und Rut Brandt schlägt Brandt eine klare Brücke in die Gegenwart: Demokratie braucht Menschen, die nicht schweigen, wenn ihre Grundlagen angegriffen werden. Der Ton bleibt ruhig und unaufdringlich, gerade deshalb wirkt der Text glaubwürdig. Kein lautes Pamphlet, sondern ein nachdenklicher Appell.

Leserunde: Testleser gesucht!
  • Bewerbungen: 1
  • Exemplare: 50

Die Bewerbungsphase für die Leserunde »Testleser gesucht!« läuft. Die Gewinner der Verlosung erhalten ein kostenfreies eBook. Es stehen insgesamt 50 eBooks zur Verfügung.

Moderiert wird die Leserunde von Robert Gilbert Henry

Blogbeitrag: Manchmal muss man sich der Dunkelheit stellen!

Ninja_Turtles: »Was ein Wahnsinnsritt: Ich war ab Sekunde 5 gefesselt und wollte nicht mehr aufhören, bitte mehr davon - Highlight!«

5/5

... im Web am besten bewertet

4.7Cover: Staged. Play it off
4.7Cover: Der Palast im Regen
4.8Cover: Überreizt
4.5Cover: Echo aus dem Eis
4.1Cover: Kopfstand des Lebens - Ein Yoga-Roman
5.0Cover: Grab der Liebe
5.0Cover: Klotz rein oder Kotz raus
4.5Cover: Lebe deine Träume - Geschichten über Freundschaft, Mut und das wahre Leben
5.0Cover: Astronomie in 30 Sekunden
Titel: Papafant - Angst im Dunkeln? Ich doch nicht!
Titel: Angst im Dunkeln? Die kann man doch leicht loswerden!
Das Cover finde ich wirklich schön gestaltet und hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht. Das Format und die Haptik des Hardcover Buches finde ich sehr ansprechnd.

Papafant ist einfach der stärkste und mutigste Elefefant und hat auch vor gar nichts Angst.Anders als seine kleinen Kinder Rüsselchen und Tröt, als sie ins Bett sollen haben sie ganz furchtbare Angst vor der Dunkelheit. Aber Papafant weiß, wie man die Angst überwindet. Egal ob hüpfen, tröten oder sich gegenseitig trösten. Ein bisschen chaotisch aber total liebenswert, das finden auch Rüsselchen und Tröt. Aber dann gibt es da dieses seltsame Geräusch und am Fenster ist eine seltsame Gestalt zu sehen. Da bekommt Papafant doch vielleicht ein bisschen Angst...

Das Bilderbuch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Thema Angst wurde humorvoll und liebenswert angesprochen. Die verschiedenen Szenen haben wir sehr gut gefallen. Die Illustrationen waren detailliert und haben die kurzen Texte wirklich wunderbar ergänzt. Für mich ist das Buch ein klarer Favorit und eigent sich perfekt zum gemeinsamen Lesen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Titel: Kriegsklingen - Die Klingen-Saga
Titel: Noch immer ein echtes Fantasy-Highlight
Kriegsklingen, einer meiner ganz persönlichen Dauerbrennerdes Genres.
Wer epische Fantasy im Stil von George R.R. Martin liebt, wird auch an Abercrombie seine Freude haben, allerdings dürfte es nicht jedermanns Geschmack treffen.

Vom Inhalt her passiert gar nicht einmal so besonders viel:
"Dies ist die atemberaubende Geschichte von Logen, dem Barbarenkrieger, der eigentlich nur seine Ruhe haben will - wenn er nicht ständig um sein Leben kämpfen müsste. Und die Geschichte von Großinquisitor Glokta, der eigentlich durch nichts zu erschüttern ist - bis er auf eine lebende Legende trifft, die in seiner Stadt eine magische Intrige spinnt, und die das ganze Reich zu erschüttern droht ... "

Soweit die Inhaltsangabe von Amazon. Die Handlung fand ich zwar durchaus spannend, sie kann aber auch streckenweise als etwas zäh empfunden werden, weil sich alles nur sehr langsam entwickelt.
Wer auf wundervoll beschriebene Gegenden und liebevoll gestaltetes Ambiente à la Tolkien hofft, ist hier ebenfalls verkehrt. Wie schon jemand an anderer Stelle so treffend bemerkte: 'Ein Weltenbauer ist Abercrombie nicht.'

Ein weiterer Punkt, der bei vielen unangenehm aufstößt, ist die doch ziemlich derbe, oft sogar vulgäre Ausdrucksweise. Mit blutigen Details wird ebenso wenig gespart wie mit Kraftausdrücken, zartbesaitete Gemüter seien also vorgewarnt.
Was also macht dieses Buch trotzdem lesenswert?

Kriegsklingen lebt (wie auch die beiden Fortsetzungsromane) von seiner unglaublich guten und authentischen Gestaltung seiner Charaktere.
Jeder einzelne, auch die Nebenfiguren, ist vollkommen logisch und folgerichtig erstellt und benimmt sich und spricht auch genau so, wie er durch seine Herkunft und sein Schicksal geprägt wurde.
Einem barbarischen Krieger aus den wilden Nordländern nimmt man z.B. ein im Angesicht einer Feindestruppe gebrülltes "verdammte Scheiße, sind diese Drecksäcke schon wieder da!" ohne weiteres ab, es passt einfach.

Des Weiteren wurde völlig auf Schwarz-Weiß-Malerei verzichtet, keiner ist nur gut oder nur böse. Deswegen ist es nicht ganz einfach, sich darin als Leser einen Sympathieträger auszumachen, andererseits kann man auch für all die schlimmen 'Kotzbrocken' ein gewisses Verständnis aufbringen. Na ja, für fast alle.

Doch selbst dem unmenschlichen Großinquisitor Glokta, der, aus langjähriger Gefangenschaft verkrüppelt an Leib und Seele, seine einzige Befriedigung aus der Qual anderer ziehen kann, bringt man eine gewisse Sympathie entgegen und lacht über seine bitterbösen, zynischen Kommentare.
Dann hätten wir da noch Neunfinger Logen, einen Krieger aus dem Norden. Er ist alles andere als dumm und macht sich durchaus so seine Gedanken, trotzdem ist er ein grober und ungebildeter Klotz. Er würde ja gerne ein anderes Leben anfangen, unglücklicherweise hat er keine Ahnung, wie er das anstellen soll.
Oder Major West, einer der wenigen fähigen leitenden Militärs. Dummerweise stammt er aus einer 'falschen' Familie, die weder über Einfluss noch über Reichtum verfügt. Seine Position hat ihm in erster Linie Neider verschafft, die alles dransetzen, ihm das Leben schwer zu machen.
Unter dieser Herkunft hat auch seine Schwester Ardee zu leiden, eine selbstbewusste, starke Frau, die keinen Wert auf Konventionen legt. Nachdem aus den gehobenen Kreisen niemand etwas mit ihr zu tun haben möchte, flüchtet sie sich in den Alkohol.
Leichter hat es da Hauptmann Jezal dan Luthar, ein blendend aussehender, verhätschelter und verwöhnter junger Mann, der aus der besten Familie stammt und dem alles zu Füßen liegt. Dementsprechend ist auch sein Benehmen, er hat eigentlich von nichts eine Ahnung, dafür eine sehr hohe Meinung von sich selbst. Sein Weltbild gerät allerdings erheblich ins Wanken, als er sich in Ardee West verliebt, die für ihn zunächst nur Spott übrig hat.

... Und da gibt es noch einige mehr, aber lest es selbst.

Es ist ein grober, aber brutal ehrlicher Humor, der sich durch das ganze Buch zieht, und der sich höchst bissig über die Dummheit und die Heuchelei der Menschen lustig macht.
Sehr angenehm fand ich auch, dass es keinen Überhelden gibt, an dem allein die Rettung der Welt hängt. Vielmehr existieren vielschichtige Verflechtungen und es wird erst nach und nach klar, was da jetzt wie und mit wem zusammenhängt, und dass das alles unmöglich von einem allein zu schaffen ist.
Genauso wenig gibt es eine wunderschöne Heldin, in die sich alle verlieben und die zum Schluss ihren Traumprinzen bekommt; zum Glück wurde auf dieses restlos ausgelutschte Klischee völlig verzichtet.
Kriegsklingen liest man besser nicht, wenn man in erster Linie eine rasend spannende Story erwartet, in der ein Abenteuer das andere jagt und die vor atemberaubenden Wendungen nur so strotzt.
Es passieren zwar durchaus auch spannende Ereignisse, aber die sind eigentlich gar nicht so wichtig. Viel interessanter sind die diversen Einzelschicksale und ihre Entwicklungen. Ich fand es unglaublich spannend zu verfolgen, wie so nach und nach die Geschichte der Hauptpersonen erzählt wird. Warum jeder so geworden ist, wie er ist und vor allem, wie jeder einzelne von ihnen seinen persönlichen Problemberg auf die Reihe bekommt (oder auch nicht).

Für Fantasyfans, die sich einmal aus den gängigen Schienen und Klischees dieses Genres heraus und an etwas Neues heranwagen wollen, ist 'Kriegsklingen' eine ausgezeichnete Wahl. Allerdings empfehle ich, das Buch in der Buchhandlung ein paar Seiten lang anzulesen, denn Abercrombies Schreibstil muß man mögen.
Leser: yoro5/5Yoro
Titel: Die heimlichen Heldinnen des Stoffwechsels
Titel: Ohne Mitochondrien läuft ja wirklich nichts!
Mich hat der Titel neugierig auf das Buch gemacht, ich bin immer auf der Suche nach neuen Einblicken zum Thema Gesundheit und dieses Buch hat mich sofort überzeugt! Das Cover finde ich anschaulich und sehr gut gestaltet, die Farben passen gut zusammen. Und die Haptik des Hardcover Buches finde ich ansprecht.

Die Zellkraftwerke unseres Körpers, die Mitochondrien, sie sind auch gleichzeitig Steuerungszentralen für Nerven, Hormone und Gene. Das war mir bis zu diesem Buch gar nicht bewusst. Der Einstieg in das Buch ist mir sehr gut gelungen, ich mag den Aufbau und das gut strukturierte Inhaltsverzeichnis. Der Prolog gibt einen ersten Einblick in die Thematik, mir hat es einen guten, ersten Überblick verschafft. Danach ist das Buch in 5 Teile unterteilt, unter anderem gibt es Erklärungen, Hinweise, Beispiele und einen Selbsttest. Ich finde das Thema unglaublich wichtig, da es auch verschiedene Funktionen im Körper erklärt. Und wie der Körper darauf reagiert, denn die Mitochondrien im Ungleichgewicht oder gestört sind. Der Schreibstil war verständlich und sehr anschaulich. Durch die farbigen Illustrationen und Tabellen konnte ich mir alles gut vorstellen. Das Buch eignet sich auch perfekt als Geschenk, ich empfehle es auf jeden Fall weiter.
Titel: Die Welt in Meran - Schattenflamme
Titel: Schicksalhafte Zeiten....
Ich habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut und wurde nicht enttäuscht, dies ist der zweite Band der Reihe, ich bin der Meinung, dass man den ersten Teil kennen sollte, um der Handlung gut folgen zu können. Das Cover ist wieder toll und detailliert aufgebaut und der Titel ist gut gewählt.

Wieder wird der Leser nach Meran geführt, es ist das Jahr 1874. Der Wiener Börsenkrach ist überall deutlich zu spüren. Und auch das Schicksal führt wieder drei besondere Menschen zusammen, den Korsen Jean, der nach seiner Tochter sehen möchte, dort trifft er auf Max seinem ehemals besten Freund und auf die Frau, die beide Männer lieben : Helen. Mit ihrem Bruder Henry ,einem preußischen Kriegshelden, bereist sie wieder den belebten Kurort. Es wird Immer beliebter und so bekommt man viel über die Stadt mit. Bei dem prächtigsten Ball der Saison kommt es zum Aufeinandertreffen, welchen Weg wählt das Schicksal?

Aber auch über andere Charakter erfährt man einiges, Sigmund Hirsch ist verheiratet, bereut dieses Bund aber anscheinend. Bei Familie Haller gibt es eine riesige Überraschung, als ein totgeglaubtes Familienmitglied wieder auftaucht und Rosa ist zum ersten Mal wirklich glücklich. Aber kann dieses Glück anhalten?

Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich konnte gut in die Geschichte eintauchen und fand die Szenen sehr gut beschrieben. Der Schreibstil war wieder packend und die Charaktere haben mir gut gefallen. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band.
Titel: Alchemised
Titel: Warum ein tolles Cover eben doch nicht alles ist
Ein brandneuer Fantasyschmöker mit über 1200 Seiten? Genial, da musste ich unbedingt einen näheren Blick drauf werfen, ich liebe solche hochvoluminösen Wälzer.
Auch das Cover fand ich sehr gut gelungen und toll aufgemacht, wenn jetzt noch der Inhalt hält, was die Sache verspricht, ist es gekauft.

Glücklicherweise gibts beim ‘großen A’ die Möglichkeit der Leseprobe, die etwa 10% eines Werkes ausmacht. Bei gut 1200 Seiten ist das eine ordentliche Menge Lesestoff, ausreichend, um sich ein Urteil zu bilden und eine Kaufentscheidung fällen zu können.
Also heruntergeladen und losgelegt.

Überschrieben ist das Ganze als ‚düstere Fantasy mit einer epischen Liebesgeschichte‘. Na ja, nicht so wirklich meins, und mir schwante schon Schreckliches, aber man kann der Sache ja mal eine Chance geben.

Die Handlung in aller Kürze:

Die Protagonistin, letzte Überlebende des Widerstands aus irgendeinem Krieg, vergessen in Gefangenschaft. Durch Zufall gerät sie in die Hände des erbarmungslosen sozusagen – Geheimdienstchefs. Eingesperrt auf seinem eisernen Anwesen versucht sie, die letzten Geheimnisse des Widerstands zu wahren, während er versucht, mit alchemistischer Gewalt in ihren Kopf einzudringen.

Schon jetzt ist absehbar, dass sich die ‚epische Liebesgeschichte‘ früher oder später zwischen diesen beiden entwickeln wird, also eine Täter-Opfer-Beziehung. In meinen Augen ein mehr als heikles Thema, was ich immer verdammt problematisch finde.

Das Umfeld, in dem sich die Handlung abspielt, ist schon mal so richtig zum Abgewöhnen. Von Anfang an geht es um Folter und Tod, Hinrichtungen, Grausamkeiten aller Art, Menschenversuche mit Zuchtprogrammen, untoten Leichen und so einiges mehr, zum Teil richtig schön ausführlich beschrieben.
Appetizer gefällig? So wurde ein toter General wiedererweckt und gezwungen, seine Frau umzubringen, indem er Teile aus ihrem Körper herausschnitt und verspeiste. Mahlzeit.

Angeblich zieht sich dieser Stil weiter durch das gesamte Buch.
Echte Spannung kommt nicht wirklich auf und wird lediglich durch neue Scheußlichkeiten zu erzeugen versucht, denn viel anderes passiert da nicht und ist im Grunde eher langweilig.
Zur ‚Auflockerung‘ gibts dafür immer wieder längere Abschnitte über die dortigen Verhältnisse, wo man diverse Namen, Begriffe und Sachverhalte geballt an den Kopf geknallt bekommt. Infodump wie er im Buche steht, ohne Glossar ist man ziemlich chancenlos.
Die ständigen Treffen von Helena und Kaine laufen jedes Mal nach Schema F ab, ihre Welt gerät in einer Tour ins Wanken und sie taumelt am Rande einer Ohnmacht herum, während er andauernd kreidebleich wird. Ein sehr uninspirierter Schreibstil, Klischees an jeder Ecke und Figuren, die so hölzern und flach agieren, dass sie ähnlich leblos wirken wie die ganzen wiedererweckten Leichen – all das zusammen spricht eigentlich nur für ein mieses Buch. Zuklappen, vergessen, gut is.

Ich hätte damit auch kein Problem, wenn es nur um eine extrem handlungsarme Aneinanderreihung von Gewalt und Grausamkeiten gehen würde, wer sowas mag, bitteschön.
Das Problem liegt in meinen Augen in der Botschaft, die es vermittelt: Lass dich physisch und psychisch bis zum Anschlag quälen, denn darin findet sich die große Liebe. Kaine ist sexy, auf eine dunkle Weise umwerfend gut aussehend, skrupellos, grausam und manipulativ, aber er will das alles ja eigentlich gar nicht, er ist unglücklich in seiner Ehe, und im Geheimen liebt er Helena.
Helena hat ihrerseits nichts Besseres zu tun, als all seine Grausamkeiten zu entschuldigen, denn er will das alles ja gar nicht, und er hat es nicht leicht in seiner Position, zerrissen zwischen allen Fronten. (Und wahrscheinlich hatte er auch eine schwere Kindheit).

Genau diesen Cocktail finde ich nicht nur richtig übel, sondern auch nicht ganz ungefährlich.

Die Protagonistin wird in einer Tour gequält und gedemütigt, sie denkt eigentlich nur darüber nach, wie sie sich selbst umbringen könnte, damit die Geheimnisse nicht ans Tageslicht kommen. Von Anfang an gehts da heftig zur Sache (und nein, der Part mit den Vergewaltigungen kommt angeblich erst später), die Atmosphäre ist durchgängig trist, trübe, verzweifelt, hoffnungslos, depressiv. Wie sich da irgendwelche Zärtlichkeit oder gar eine Lovestory entwickeln kann, ist mir ein absolutes Rätsel, man sollte meinen, so sehr kann ein Stockholm-Syndrom doch gar nicht aus dem Ruder laufen.

Was mich aber am meisten wundert – und auch beunruhigt, ist die Tatsache, dass dieses Buch ein absoluter Renner ist und überall hoch gelobt wird.
Dark Romance richtet sich ja hauptsächlich an ein jüngeres, weibliches Lesepublikum, was hat diese Generation, die diesen Schmöker so toll findet, nur für eine Vorstellung von Liebe, Zärtlichkeit, Partnerschaft und gutem Sex?

Wenn erwachsene Frauen mit so etwas ihre Fantasien ausleben, kein Problem. Anders schaut es bei jungen, zum Teil auch sehr jungen Mädchen aus, die mit Beziehungen und allem, was damit zu tun hat, noch keinerlei Erfahrungen haben. Die Gefahr, dass auf diese Weise ein völlig verdrehtes Weltbild entsteht, ist nicht so ganz abwegig, weil auch die Fähigkeit, differenzieren zu können, sich erst mit der Zeit entwickelt.

Die Leseprobe habe ich nach etwa 2/3 gelöscht, und allen Göttern gedankt, dass sie mich vor einem katastrophalen Fehlkauf bewahrt hat!

Leser: yoro1/5Yoro
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