
Titel: Seifenblase des Glücks
Als ich dieses wunderschöne Cover zu "Seifenblase des Glücks" zum ersten Mal bei einer Leserunde entdeckt habe, war ich sofort fasziniert und neugierig, was wohl dahintersteckt. Als ich dann den Klappentext gelesen hatte, wusste ich sofort, dass ich mein Glück einfach versuchen muss. Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass ich tatsächlich mitlesen durfte.
Mir fällt es wirklich schwer, bei diesem Buch die richtigen Worte zu finden. Dass es in Indien nicht zugeht wie in einem Bollywoodfilm, war mir klar. Darüber habe ich doch schon einiges gelesen, besonders was die Rolle der Frau in diesem Land angeht. Aber es so, fast ungeschönt, zu lesen, ging mir doch wirklich sehr nah. Mir liefen während des Lesens so einige Tränen über das Gesicht, und ich habe das Buch erst wieder aus der Hand gelegt, nachdem ich es beendet hatte. Dieses Buch hat mir so einiges abverlangt, denn eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass es solch eine Unterdrückung Frauen gegenüber wirklich gibt. Was habe ich es doch gut … Obwohl Mira genau weiß, dass Frauen in ihrer Welt keine Bedeutung haben, gibt sie die Hoffnung nie auf, sie kämpft, auch gegen aller Widerstände. Die Autorin hat es wirklich geschafft, zu zeigen, dass in jeder Hoffnungslosigkeit doch ein wenig Hoffnung ruht. Womit ich aber ein wenig Schwierigkeiten hatte, waren die plötzlichen Perspektivwechsel. Das hat mich doch sehr irritiert … Und dann … was war das? Das kann doch nicht das Ende gewesen sein, da muss doch noch etwas kommen. Mir fehlt da etwas, nicht unbedingt ein Happy End, aber wie ist es weitergegangen?
Der Schreibstil hat mich wirklich sehr berührt. Er ist emotional, bildhaft und mitreißend.
Mira wurde als Müllsammlerin geboren, hat aber die Chance, zur Schule zu gehen. Dort gehört sie zu den besten der ganzen Schule, sehr zum Leidwesen der Männer. Als ihr Vater sie für einen Job "verkauft", werden Unterdrückung und Gewalt ihr neuer Alltag. Doch es gibt auch Hoffnung …